Unsere Solisten

Die Hinterwäldler

Wer sind die Hinterwäldler?
Die Hinterwäldler beackern die Wurzeln der amerikanischen Folkmusic seit rund 7 Jahren, wobei Tobias Rechsteiner, Gabriel Kramer und Simon de Roche seit bald 20 Jahren gemeinsam auf musikalischer Entdeckungs- sowie künstlerischer Entwicklungsreise sind. Als Hinterwäldler bespielten sie mehr als 300 private und öffentliche Publikümmer mit allergattig Saitenwerkzeug.
Gitarre, Banjo, Mandoline, Geige, Harp und Kontrabassbalalaika drücken sie sich gegenseitig in die Hand und wechseln auch den Leadgesang ständig ab, während die jeweils anderen beiden das Hintergrundchörli zum Besten geben. Dazu erzählen sie Geschichten, klopfen Sprüche oder diskutieren mit dem Publikum. Einmal losgelassen und ins richtige Licht gerückt, entzücken, bespassen und bezaubern sie ihr Publikum immer wieder aufs Neue.

Kurze Bandgeschichte
Simon bastelt im 2009 die Mundartrockbänd «Vollkorn» (inkl. Tobi & Gabriel), Die ist recht gut, aber ziemlich erfolglos.
Im 2010 folgt das AC/DC-Mundart Programm «Heissi Schissi» – ordeli krass, aber auch erfolglos. Gabriel will jetz eine Kauntribänd, Simon hilft und sie beginnen 2016 mit kuule Songs übersetzen. Gabe  Schmid stösst für ein paar Proben dazu, gibt der Bänd den Namen und tritt wieder aus. Tobi wird ins Boot geholt, und nach ein paar weiteren Proben ist im März 2017 Prömiäre in Baden. Seither kommen die Auftrittsanfragen grad schon an den Konzerten.

Kleine Musig-Stil-Kunde:
Der Begriff Old-Time Music bezeichnet eine Musikrichtung der Folkmusic aus Nordamerika. Sie wird oft auch mit einem Spottwort für Hinterwäldler als «Hillbilly» bezeichnet und war grundlegend für die Entwicklung der späteren Country-Musik. Old-Time entstand aus der Folklore europäischer und afrikanischer Einwanderer. Sie gehört zu den Genres der American Roots Music.

Gabriel Kramer
Gleich nach seiner Ausbildung zum Maschinenzeichner hängte der interessierte, neugierige und vor allem eigenwillige Gabriel Kramer seinen Lehrberuf an den Nagel, um einen künstlerischen Leidenschaften nachzugehen. Er besuchte zwar 1997 den Vorkurs an der Schule für Gestaltung in Basel, entschied sich aber dann, einen anderen Weg zu gehen: In den darauffolgenden 30 Jahren baute er sich eine Existenz als Musiker, Zeichner und Illustrator auf. Mit den Formationen «Bourbines», «Roesch&Kramer», Pink Rösa», «Potelatz/Rumpulis», «Schellmerÿ», «Baladri», «Mattermania», «Sidian», «Wunderkram», «Dampfbühler», «Vollkorn», «Heissi Schissi», «Hinterwäldler», «Whisky und Wy» und verschiedensten Kleinprojekten spielte er seit 2002 über 2000 Auftritte an den Instrumenten Gitarre, Banjo, Mandoline, Kontrabass-Balalaika, Bouzuki, Bluesharp, Perkussion und Gesang. Mit der Compagnie Schafsinn erarbeitete er von 2004 bis 2010 drei Theaterkreationen, die insgesamt 165 Mal aufgeführt wurden.
Er begründete vor 25 Jahren das Liedermacherfestival Troubadix, organisiert Dachstockkonzerte und setzt vielerlei Ideen in liebevoller und handgemachter Weise um. www.gabrielkramer.net

Tobias Rechsteiner

In einer musikalischen Familie aufgewachsen spielte Tobias Rechsteiner mehr als zehn Jahre lang Klarinette, bis er sein heutiges Hauptinstrument, die elektrische Gitarre für sich entdeckte, studierte und an der WIAM (vorerst) mit dem Bachelor of Arts in Music 2022 abschloss. Seine musikalische Gabe erlaubt es ihm zwar, sein Spiel fast mit  jedem Instrument bis zu jener Virtuosität voranzutreiben, welche bereits auf Mandoline und Banjo zu hören ist, doch seine Leidenschaft schwingt hauptsächlich auf sechs dünnen Stahlsaiten. 2007 gründete er als Sänger und Gitarrist mit seinen beiden Brüdern an Bass und Schlagzeug die Prog- Rockband «Soaring Wizard», welche noch heute gelegentlich unter dem Namen «Rechsteiner» Konzerte gibt. Seit 2018 ist er in der Musikschule Würenlos als Gitarrenlehrer tätig. 2020 trat er mit Gitarre, Mandoline und Banjo der Irish-American Folk’n’roll-band «Sanysaidap» bei, die rund 40 Konzerte pro Jahr spielt. Mit Gabriel Kramer und Simon de Roche spielte er in den Formationen «Vollkorn» (2008-2011), «Heissi Schissi» (2011-2014) und seit bald zehn Jahren als «Hinterwäldler».

Simon de Roche
Simon de Roche, ein rastloser Unterhalter mit Energie für 2 1/2, spielte in sehr jungen Jahren schon Theater und Gitarre und er wollte Schauspieler und Musiker werden. Als es dann aber hiess, er solle  erstmal einen «richtigen Beruf» erlernen, lernte er dann halt zu kochen und verdiente seine Brötchen später im Sozialbereich. Die Musik und die Schauspielerei blieben jedoch seine ständigen Begleiter und nahmen nach und nach mehr Platz in seinem Leben ein. Es zieht ihn ständig auf die Bühne, wobei er mit Gesang, Gitarre, Bass, Ukulele und anderen Instrumenten in diversen Bands mitwirkt, immer wieder in Laien- und Semiprofessionellen Musicals mitspielt, Lieder schreibt (dabei verschrieb er sich bereits vor 25 Jahren der Schweizer Mundartkunst), englischsprachige Songs ins Schweizerdeutsche übersetzt und auf privater Basis Gitarre und Gesang unterrichtet. Mit «de Roesch und de Roche» (2004-2014) erarbeitete er erstmals ein Kleinkunstprogramm namens «Ohrgrächti Lieder». Er stellte mit den Dominospatzen» (2008-2013), einem Chor für Menschen mit Behinderung die Bühnenprogramme «Tierisch» und «Wältreis» auf die Beine, begleitete improvisierend die Playbacktheatergruppe «Theaterimpuls» (2012–2021) als Gitarrist, arrangierte seine eigenen Lieder mit «Vollkorn» (2000-2006 & 2008-2011) und «3m2» (2006-2008), wirkte als Frontmann bei «Heissi Schissi» (2011-2014) und spielt mit Tobi Rechsteiner Pop-Coversongs der 80er & 90er Jahre unter dem Namen «covers On twO Chairs» (2010-2021). Und dann sind da noch die Hinterwäldler.